Reform der Sportförderung setzt auf neue Strukturen
Das Bundeskabinett hat am 25. März 2026 den Gesetzentwurf für ein neues Sportfördergesetz beschlossen. Kern der Reform ist die Einrichtung einer unabhängigen Spitzensportagentur, die künftig als zentrales Steuerungs- und Koordinierungsorgan fungieren soll. Ziel ist es, die Förderung des Leistungssports strategischer auszurichten, Entscheidungsprozesse zu beschleunigen und bürokratische Hürden deutlich zu reduzieren.
Der Bundestagsabgeordnete Jens Lehmann begrüßt insbesondere die geplante Standortentscheidung: Leipzig soll Sitz der neuen Agentur werden. Die Stadt biete durch ihre enge Vernetzung mit sportwissenschaftlichen Einrichtungen, Trainingszentren und bestehenden Spitzensportstrukturen ideale Voraussetzungen.
Neben der Standortfrage betont Lehmann vor allem die Bedeutung einer qualitätsorientierten Personalbesetzung. Der Erfolg der Agentur werde maßgeblich von den handelnden Personen abhängen. Entscheidend sei, hochqualifizierte Führungspersönlichkeiten zu gewinnen, die über internationale Erfahrung im Spitzensport verfügen, unabhängig agieren und sowohl fachlich als auch strategisch überzeugen.
Die Spitzensportagentur soll künftig das zentrale Element der Sportförderung des Bundes bilden. Um die ambitionierten Ziele zu erreichen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, seien Erfahrung, Weitblick und Integrität in der Führung unerlässlich.