Neues Unterstützungspaket: Mehr Orientierung, weniger Bürokratie, bessere Versorgung
Der Sächsische Landtag hat am 3. Dezember 2025 ein umfassendes Maßnahmenpaket beschlossen, um die Versorgung von Menschen mit Long-/Post-COVID, ME/CFS und Impfkomplikationen spürbar zu verbessern. Der fraktionsübergreifende Antrag reagiert auf die deutlichen Hilferufe vieler Betroffener sowie auf erste Erkenntnisse der aktuellen Enquetekommission.
CDU-Gesundheitspolitikerin Jessica Steiner betont, dass der Beschluss ein klares Zeichen der Verantwortung ist: Viele Menschen hätten durch postinfektiöse Erkrankungen massive Einschnitte im Alltag erfahren – gleichzeitig stünden sie oft einem schwer durchschaubaren System gegenüber. Ziel des neuen Maßnahmenpakets ist es daher, bürokratische Hürden abzubauen, Hilfen zu bündeln und den Zugang zu Angeboten erheblich zu erleichtern.
Ein zentraler Baustein ist die Einrichtung einer übersichtlichen Informationsplattform, die Betroffenen und Angehörigen schnell zeigt, welche medizinischen, sozialen und rechtlichen Unterstützungsangebote bestehen. Besonders Familien mit erkrankten Kindern sollen künftig leichter Orientierung finden – einschließlich Hinweisen zu schulrechtlichen Förderwegen und Unterstützungsstrukturen. Damit werden traditionelle Ressortgrenzen bewusst aufgebrochen, um Gesundheit, Soziales und Bildung stärker miteinander zu verknüpfen.
Der Beschluss aus Sachsen fügt sich in die bundespolitische Initiative der Union ein: Die kürzlich ausgerufene „Nationale Dekade der postinfektiösen Erkrankungen“ von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und Bundesministerin Dorothee Bär sieht vor, bis 2036 rund 500 Millionen Euro in Forschung und verbesserte Versorgung zu investieren. Sachsen setzt mit diesem Antrag einen wichtigen ersten Schritt vor Ort – und zeigt, dass konkrete Verbesserungen nicht erst 2027 mit dem Abschlussbericht der Enquetekommission warten müssen.