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Klarer Wehrdienst für eine starke Bundeswehr – Jens Lehmann MdB fordert verbindliche Zielgrößen und realistische Aufwuchspfade

„Nur wer vorbereitet ist, schreckt ab“ – Jens Lehmann fordert klaren Kurs beim Wehrdienstmodernisierungsgesetz

Berlin, den 10. November 2025 –
Anlässlich der öffentlichen Anhörung des Verteidigungsausschusses zum Wehrdienstmodernisierungsgesetz erklärt Jens Lehmann, Mitglied des Deutschen Bundestages (CDU/CSU) und Mitglied des Verteidigungs- sowie Sportausschusses:

„Die Bundeswehr steht vor der größten personellen Herausforderung seit Jahrzehnten. Die Bedrohungslage in Europa erfordert endlich entschlossenes Handeln – mit klaren Strukturen, verlässlichen Zielgrößen und einem Wehrdienst, der auf Dauer trägt. Das Prinzip Hoffnung reicht nicht aus, um unsere Verteidigungsfähigkeit sicherzustellen.“

Lehmann verweist auf die Aussagen der Sachverständigen Prof. Dr. Sönke Neitzel und Oberst André Wüstner, die deutliche Schwächen im aktuellen Gesetzentwurf aufgezeigt haben. Beide Experten hätten klar gemacht, dass ohne verbindliche Zielzahlen und eine flächendeckende Musterung ganzer Jahrgänge weder Planungssicherheit noch Wehrgerechtigkeit gewährleistet werden können.

„Wer ernsthaft Landes- und Bündnisverteidigung betreiben will, muss wissen, auf welches Personal er zählen kann“, so Lehmann.

Der Leipziger Bundestagsabgeordnete fordert daher, das Wehrdienstmodernisierungsgesetz in einen realistischen Aufwuchsplan einzubetten:

„Die Bundesregierung muss endlich sagen, wie viele Soldatinnen und Soldaten sie bis wann gewinnen will – und was geschieht, wenn diese Zahlen nicht erreicht werden. Dazu braucht es einen klar definierten Mechanismus, um im Bedarfsfall schnell auf eine Auswahlwehrpflicht umschalten zu können. Sicherheitspolitik darf nicht von Zufall oder Freiwilligkeit abhängen.“

Darüber hinaus betont Lehmann, dass der Wehrdienst Teil einer umfassenden Sicherheitsarchitektur sein müsse:

„Ein moderner Wehrdienst darf kein isoliertes Projekt sein. Wir brauchen zugleich attraktivere Bedingungen für länger dienende Soldatinnen und Soldaten, weniger Bürokratie, bessere Infrastruktur und eine starke Reserve. Nur so wird die Bundeswehr aufwuchs- und durchhaltefähig.“

Auch die gesellschaftliche Stimmung sei für Lehmann ein klares Signal:

„Mehr als die Hälfte der Bevölkerung befürwortet eine Rückkehr zur Wehrpflicht. Die Menschen wissen: Sicherheit ist keine Selbstverständlichkeit. Deshalb müssen wir jetzt die Strukturen schaffen, die im Ernstfall tragen.“

Lehmann abschließend:

„Wir dürfen uns nicht wieder auf das Prinzip Hoffnung verlassen. Nur wer vorbereitet ist, schreckt ab. Ein Wehrdienst mit klaren Zielgrößen, verbindlicher Musterung und realistischen Aufwuchspfaden ist die Grundlage für eine starke und einsatzfähige Bundeswehr – und damit für den Schutz unseres Landes.“