CDU-Politiker Nowak attackiert Oberbürgermeister Jung im Streit um Agra-Brücke

„Tunnel ist keine Option“ – Nowak warnt vor jahrelangem Verkehrschaos im Leipziger Süden

CDU-Landtagsabgeordneter Andreas Nowak geht im Streit um die Agra-Brücke frontal auf Konfrontation mit Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung. Dessen erneute Forderung nach einem Tunnel statt eines Brückenneubaus bezeichnet er als „verkehrspolitische Geisterfahrt“. Laut Nowak sei seit Langem klar, dass ein Tunnel weder finanziell noch planerisch realisierbar ist. Jung verschleiere dies bewusst und betreibe eine „autofeindliche Verkehrspolitik“.

Nowak erinnert daran, dass die Brücke Teil einer Bundesstraße sei und deshalb der Bund zahle – jedoch ausschließlich für einen Brückenneubau. Ein Tunnel würde dreistellige Millionenbeträge zusätzlich kosten und ein komplett neues, langwieriges Planfeststellungsverfahren erfordern. Mit Klagen von Umweltverbänden müsse ebenfalls gerechnet werden, was das Projekt um Jahre verzögern würde. „Diese Zeit haben wir nicht. Die Brücke ist im Eimer“, so Nowak.

Ein Tunnelbau würde nach seiner Einschätzung rund zehn Jahre dauern – mit erheblichen Auswirkungen für den Verkehr im Leipziger Süden und in Markkleeberg. Der CDU-Politiker wirft Jung vor, bewusst ein Verkehrschaos in Kauf zu nehmen. Wäre die Brücke auf Leipziger Stadtgebiet und müsste die Stadt die Kosten tragen, wäre der Oberbürgermeister „wohl der größte Fan eines Brückenneubaus“, so Nowak.

Gleichzeitig kritisiert der Landtagsabgeordnete, dass die Planung eines Ersatzbaus viel früher hätte beginnen können. Nun müssten sich Anwohner und Pendler mit jahrelangen Einschränkungen zufriedengeben. Für Wirtschaft und Autofahrer sei die aktuelle Situation eine Belastung. Nowak schließt mit deutlichen Worten: „Es wird Zeit, dass Burkhard Jung in Rente geht.“