CDU Leipzig zur Problematik Einsamkeit bei Senioren / Aktionsplan gegen Einsamkeit

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CDU Leipzig zur Problematik Einsamkeit bei Senioren / Aktionsplan gegen Einsamkeit

Rund ein Jahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie zeigen sich CDU Leipzig und Senioren-Union besorgt angesichts wachsender Vereinsamung älterer Menschen.

Dazu sagt Dr. Thomas Feist, Kreisvorsitzender der CDU Leipzig:

"Es ist erfreulich, dass das Impfen älterer Menschen nun zügiger vorangeht und wir alle damit dem Ende des Lockdowns entgegensehen. In vielen Pflege- und Seniorenheimen konnten die Bewohner schon durchgeimpft werden. Aber die Politik darf nicht die Senioren vergessen, die nicht in solchen Einrichtungen leben, sondern zu Hause. Das sind in Deutschland die Hälfte aller Senioren. Es gilt nun, auch diese große Gruppe nicht aus den Augen zu verlieren. Sie verfügen oft über keinen Internetzugang oder sind nicht so geübt im Umgang damit wie Jüngere. Daher benötigen sie gerade jetzt mehr Unterstützung, nicht nur bei der Organisation eines Impftermins, sondern bei der Bewältigung des mitunter harten und einsamen Alltags während des Lockdowns."

Konrad Riedel, Vorsitzender der Senioren-Union Leipzig, sagt:

"Isolation kann Menschenleben kosten. Depressionen, Schlaganfälle und Herzinfarkte nehmen nicht nur in der älteren Generation deutlich zu. In der aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Altersfragen zum Thema wird darauf verwiesen, dass sich jede siebte Person ab 46 Jahre einsam fühlt. Das trifft nicht nur auf Personen, die im eigenen Wohnumfeld leben, zu. Es betrifft ganz besonders auch Senioren in Pflegeeinrichtungen und Altenheimen. Hier ist es wichtig, dass die soziale Bindung zu Angehörigen, Nachbarn und Freunden auch in Zeiten der Pandemie unter den notwendigen Bedingungen zum Schutz vor einer Infektion aufrechterhalten wird. Telefon und Internet sind zwar eine willkommene Hilfe bei der Aufrechterhaltung solcher Kontakte, sie ersetzen aber nur bedingt den persönlichen Kontakt. Wir müssen uns diesen schwerwiegenden Folgen der Pandemie verstärkt widmen. Daher benötigen wir dringend einen Aktionsplan gegen Einsamkeit. Testungen zur Ermittlung von Infizierten und Schutzimpfungen sind nur ein Teil eines solchen Aktionsplanes. Wichtig ist auch eine erweiterte soziale und psychischen Betreuung einsamer Menschen, bei denen ein solcher Bedarf besteht."