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CDU kritisiert Gestaltung des Lichtfestes

11.10.2018
Robert Clemen

Die Leipziger Union sieht die Inszenierung des Lichtfestes zum 9. Oktober kritisch und fordert eine deutliche Rückbesinnung auf die Themen der Friedlichen Revolution. 

„Ein tanzendes Ehepaar Honecker, Nixon und auch der Hambacher Forst haben mit der Erinnerung an 1989 nichts zu tun. Die Friedliche Revolution darf nicht zu einer von der künstlerischen Konzeption her beliebigen Performance werden.“, so Kreisvorsitzender Robert Clemen. Er beobachte, dass „wieder einmal der Versuch unternommen wurde, einer historischen Stunde eine linksideologische Umdeutung zu verpassen“. 

Bereits in den vergangenen Jahren habe sich gezeigt, dass immer weniger Menschen zum Lichtfest auf den Augustusplatz kämen, sagte Clemen. Auch in diesem Jahr war ein Rückgang der Besucherzahlen deutlich. 

„Es ist aus geschichtlicher Sicht wichtig, dass wir an die Montagsdemonstrationen erinnern und an den Mut der Leipziger. Aber die Verantwortlichen sollten sich die Frage stellen, warum die künstlerische Inszenierung immer weniger Identifikation schafft. Wenn wir etwas nicht brauchen, dann sind es Erklärungen von Kulturschaffenden, die auf der anderen Seite der Mauer sozialisiert wurden, worum es uns 1989 im Grunde genommen doch gegangen sei. Das wissen die Menschen, die das SED-Unrecht überwunden haben, immer noch am besten“, so Clemen abschließend.

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